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Tierarztpraxis Schiele, Rosenheim Tierarztpraxis Dr. Schiele & Partner
Fachtierarzt für Kleintiere | Kardiologie

Lackermannweg 4
83071 Stephanskirchen
Tel: 08036-3033473
Fax: 08036-3039474


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Steckbrief Wasserschildkröte

Die folgenden Angaben beziehen sich auf die bei uns am häufigsten gehaltenen nordamerikanischen Schmuck- und Höckerschildkröten.

Achtung! Bedenken Sie vor einer Anschaffung, dass diese Tiere in relativ kurzer Zeit zu sehr großen Schildkröten auswachsen und dann nur noch mit großem Aufwand in Terrarien zu halten sind. Ein Aussetzen in freier Wildbahn steht unter Strafe und kann zur Bedrohung für unsere heimische Wassertierwelt werden.

Fütterung

Wasserschildkröten sind überwiegend Fleischfresser und benötigen daher hohe Eiweißmengen in Form von

  • Fleisch, Fisch, Regenwürmern, Schnecken, Krebstieren etc.
  • große Auswahl an Fertigfutter in Form Gelatine-, Frost-, Agar- und Lebendfutter ( wie z.B. Tubifexe), sowie Pelletfutter im Handel.
  • sinnvoll Ergänzung durch Angebot an Pflanzenkost (Salat, Obst, Löwenzahn) - In jedem ist eine Futterergänzung durch Vitamin- und Mineralstoffpräparate erforderlich!

Haltung

  • Wasserterrariengröße:
    • Länge = Panzerlänge   x  5
    • Breite = Panzerlänge   x  2,5
    • Wassertiefe = Panzerlänge   x  2
  • wegen der starken Verschmutzung des Wassers regelmäßiger Wasserwechsel, am besten
    in Kombination mit entsprechenden Filteranlagen.
  • Wassertemperierung auf ca. 25°C mit Nachtabsenkung, UV-Lichtquelle und punktuelle
    Spotlichtbestrahlung einer "Wärmeinsel".
  • Flachwasserzone als Ruhebereich
    Freilandhaltung bei sicherer Umzäunung möglich (Vorsicht: gute Kletterer und Wanderer)
  • Winterruhe empfehlenswert (bei ca. 15 °C im Wasserbad, bei Freilandhaltung  unter
    Umständen im eisfrei gehaltenen Teich).
  • Gruppenhaltung möglich, aber Männchen oft aggressiv

ÜBERWINTERUNG VON WASSERSCHILDKRÖTEN

  • Auch Wasser- und Sumpfschildkröten wollen Winterruhe halten. Im Freien würden sie sich am Grund ihres Sees im Schlamm vergraben. Damit sie dies überleben können, muß  das Gewässer mindestens 80 - 100 cm tief sein und darf im Winter nicht zufrieren.
  • Ansonsten können die Tiere auch im Keller oder Kühlschrank, ähnlich wie Landschildkröten, überwintert werden. Als Behältnis eignet sich eine Plastikwanne, die mit soviel Wasser gefüllt wird, dass die Schildkröte am Boden liegend durch Vorrecken des Kopfes noch bequem Luft holen kann. Da sich die Tiere verstecken wollen, ist ein Unterschlupf unter einer breiten Wurzel oder einem umgelegten Blumentopf willkommen.
  • Alle 3 - 4 Wochen wird das Wasser gewechselt, wobei die Temperatur nicht höher sein darf als die des verbrauchten Wassers. Gewichtskontrollen werden alle 2 - 3 Wochen durchgeführt.
  • Bei Verlust von mehr als 10 % des Ausgangsgewichtes wird das Tier aus dem Winterschlaf genommen, da eine ernsthafte Gesundheitsstörung droht, oder bereits besteht. Nach etwa 3 - 4 Monaten verbringt man die Wanne wieder in einen beheizten Raum, und nach Temperaturangleichung kann die Schildkröte ihr gewohntes Becken wieder beziehen.