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Tierarztpraxis Schiele, Rosenheim Tierarztpraxis Dr. Schiele
Fachtierarzt für Kleintiere | Kardiologie

Lackermannweg 4
83071 Stephanskirchen
Tel: 08036-3033473
Fax: 08036-3039474


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Steckbrief Maus

Fütterung

  • Mäuse sind Allesfresser
  • Grundfutter: Mäuse-, Hamster- oder Meerschweinchenfuttermischung, angereichert mit 20% Wellensittich- und auch etwas Kanarienkörnermischung
  • Nur geringe Mengen an Erdnüssen und Sonnenblumenkerne (Fettgehalt)
  • Brot, Haferflocken, auch Hundefertigflocken (als Vitamin- und Eiweißquelle)
  • Nahezu alle Gemüse- und Obstsorten können gegeben werden, mit Ausnahme von stark säurehaltigem Obst (Kiwi, Orangen, Grapefruit, ...) und blähendem Gemüse (Kohlsorten, Zwiebeln)
  • Anbieten von Weidenzweigen, Haselnuss, diversen Obstbäumen
  • Hundekuchen, Jogurt, Quark und Hartkäse können in kleineren Mengen angeboten werden
  • Zur Mineralstoffversorgung sollte alle 2-3 Tage ein Mineralstoffgemisch übers Futter gestreut werden (z.B. Korvimin ZVT®)
  • Futternäpfe so klein wählen, dass sich die Mäuse nicht hineinlegen können, Futterration so groß wählen, dass nur geringe Menge an Futter am nächsten Tag noch übrig bleibt (verscharrtes Futter mit einberechnen)
  • Trinkwasser nur über Trinkwasserspender anbieten (tgl. erneuern!!)

LebenserwartungCa. 2 - 4 Jahre
Geschlechtsreife28 - 45 Tage
Dauer des Sexualzyklus3 - 9 Tage
Trächtigkeitsdauer24 Tage
Anzahl der Nachkommen4 - 8 (verlassen nach 4-6 Wochen das Nest)
Normale Körpertemperatur38,0° - 39,5° C
Herzfrequenz550 - 650/ min
Atemfrequenz in der Ruhe200/ min

 

Achtung: so genannte Tanz- und Pfeifmäuse sowie Nacktmäuse sind Qualzuchten und sollten nicht gekauft oder gehalten werden!

Besonderheiten

  • Geschlechtsbestimmung: Abstand zwischen After- und Genitalöffnungen ist bei weiblichen Tieren sehr gering, nach Eintritt der Geschlechtsreife bei männlichen Tieren gut sichtbare Hoden.
  • Mäuse sehen als nachtaktive Tiere schlechter, hören und riechen dafür ausgezeichnet
  • Sie markieren ihr ganzes Territorium incl. der Nahrung mit Harn und Kot und haben einen ausgesprochenen Nestgeruch. Besonders bei männlichen Tieren kann die Geruchsbelastung enorm sein
  • Mäuse sind sehr empfindlich gegenüber zu hoher Luftfeuchtigkeit und hohen Temperaturen, aber auch größeren Temperaturschwankungen

Haltung

  • Käfig mit einer Grundfläche von mindestens 80 x 40cm und einer
  • Höhe von 70 cm (bei Besatz mit mindestens einem Mäusepaar); Gitterstäbe sollten galvanisch verzinkt oder verchromt sein; Haltung hinter Glas (Terrarium) kann durch den ständigen Erkundungsdrang der Tiere von sichtbaren Strukturen hinter der Glasscheibe zu Verhaltensstörungen (Männchenmachen vor der Scheibe, ständiges Scharren im Eck des Terrariums) führen.
  • als Einstreu eignen sich Holzspäne und/oder Papier, als Auspolsterung für das Schlafhäuschen haben sich Heu oder Zellstoff bewährt (bitte keine Wollfäden - Gefahr der Abschnürung)
  • Klettermöglichkeiten wie Seile, Äste, Leitern und Röhren vorhanden sein
  • Schlafhäuser aus Holz oder Keramik
  • Laufräder sollten achsseitig geschlossen sein und über einen Durchmesser verfügen, der ein Laufen mit geradem Rücken ermöglicht (>20cm)
  • Mäuse sollten mindestens paarweise gehalten werden, besser noch in Gruppen, da der Kontakt mit den Artgenossen unentbehrlich ist. Sie werden auch in Gruppen gut handzahm. Eine Haltung von mehreren Weibchen und einem Männchen ist möglich.
  • Eine Einzelhaltung ist grundsätzlich abzulehnen
  • Wegen der hohen Vermehrungsrate sollten die Männchen grundsätzlich kastriert werden
  • Gruppenzusammenstellungen sollten nur bis zu einem Alter von 21 Tagen erfolgen. Eine Integration von neuen Mitgliedern in einen Bestand ist zu einem späteren Zeitpunkt ist wegen möglichen Kämpfen der Tiere untereinander nur mit größter Vorsicht oder überhaupt nicht möglich.